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Johannes Ehrnsperger ist Deutschlands bester Brauer-Azubi

Der Bundessieger 2017 im Fach „Brauen und Mälzen“ kommt aus der Distelhäuser Brauerei.

Den Bachelor in Betriebswirtschaftslehre hatte er bereits in der Tasche und wollte noch ein Technikstudium anschließen. Deshalb entschied sich Johannes Ehrnsperger aus Neumarkt in der Oberpfalz für ein duales Studium im Brauwesen und die Ausbildung zum Brauer und Mälzer in der Distelhäuser Brauerei.

Diese berufliche „180-Grad-Wende“, wie der 27-Jährige heute seine Entscheidung, „das Brauen von der Pike auf zu lernen“ nennt, hat sich für ihn gelohnt. Er schaffte die Abschlussprüfung als Brauer und Mälzer mit der höchsten Punktzahl (99,2 von 100 möglichen Punkten) und als bester Brauer-Auszubildender in Deutschland.

Das freut natürlich die Distelhäuser Braumeister, die nun nach dem zweifachen Titel der besten Brauerei Deutschlands und zahlreichen internationalen Auszeichnungen auch den Bundessieger 2017 im Beruf „Brauer und Mälzer“ stellen.

Im Rahmen einer Gala in Berlin wurde Johannes Ehrnsperger am 4. Dezember zusammen mit weiteren 212 Top-Azubis ausgezeichnet, die sich unter mehr als 300.000 Teilnehmern bei den Abschlussprüfungen der Industrie- und Handelskammer als Beste ihres Berufes durchgesetzt hatten.

Ein Bachelor ist bester Brau-Azubi bundesweit
Die Nummer Eins unter den Auszubildenden im Fach „Brauer und Mälzer“ kommt aus einer Brauereifamilie, deren Unternehmen mehr als 350 Jahre Tradition hat, der Neumarkter Lammsbräu. Für eine Ausbildung in Distelhausen entschied sich Johannes Ehrnsperger, weil er eine mittelständische Brauerei vergleichbarer Größe und Struktur suchte, die nicht in unmittelbarer Konkurrenz zum eigenen Familienunternehmen stand.

Am meisten Spaß machte es ihm, in Distelhausen eigene Projekte erarbeiten zu können und als einer von 170 Mitarbeitern in der „Distelhäuser Familie“ akzeptiert worden zu sein. Zum Reinigen in die Tanks kriechen oder Bottiche schrubben zählten genauso zur Ausbildung wie das handwerkliche Brauen in der Brauwerkstatt. Hitze (im Sudhaus) und Kälte (im Lagerkeller) machten ihm dabei nichts aus, „da hole ich mir so schnell keinen Schnupfen“.

Johannes Ehrnsperger erfuhr im elterlichen Betrieb von der Auszeichnung als bester Brauer-Azubi Deutschlands. In den Wochen davor war er bereits auf Bezirks- und Landesebene geehrt worden. Johannes Ehrnsperger freut sich “wahnsinnig“ über den Titel des Bundessiegers, da er die Ausbildung zum Brauer und Mälzer nicht ausschließlich, sondern im Rahmen eines dualen Studiums absolvierte.

In den Semesterferien ab in die Brauerei
Das bedeutete, dass sich nach 13 Monaten Lehrzeit in Distelhausen und einer bestandenen Zwischenprüfung das Studium für Brauwesen und Getränketechnologie der Hochschule Weihenstephan anschloss. In den Semesterferien und zu Praxisphasen ging es jeweils zurück in die Brauerei. Der duale Weg zum Brauexperten schließt nun nach insgeamt vier Jahren mit der Prüfung und einer Bachelorarbeit ab.

Neben den Fähigkeiten als Brauer und Mälzer bewies Johannes Ehrnsperger bei der von Barbara Schöneberger moderierten Gala in Berlin auch gekonntes Auftreten und Schlagfertigkeit. Auf die Frage, ob er nicht lieber ein Cafe eröffnen wolle, antwortete Deutschlands bester Brauer-Azubi mit einem klaren Nein. Brauer sei schließlich der Beruf mit den meisten Emotionen.

„Ich glaube, dass es kaum ein anderes Produkt als das Bier gibt, bei dem schon in der Herstellung, aber auch beim Endverbraucher so leidenschaftlich darüber gestritten wird, welches das Beste ist“, sagte er. Wie das Bier in seinem Ausbildungsbetrieb schmecke, wollte die Moderatorin wissen „Frisch, süffig, hopfig“, parierte er. Sein Favorit unter den Bieren? Ein Craftbier etwa? Seine Antwort „gegen ein g’scheites Helles stinkt nix an“, sicherte Ehrnsperger den Applaus der 1000 Gäste. 

Welche Zukunftspläne hat der Bundessieger? Sein Weg ist vorgezeichnet. Er wird im heimischen Familienbetrieb, der Neumarkter Lammsbräu eine neue Aufgabe übernehmen. Welche das sein wird, will die Brauerei aus der Oberpfalz Anfang des neuen Jahres bekannt geben.